Matthias Bauer

Portrait - Matthias Bauer Matthias Bauer, aus dem gemütvollen Land jenseits des Weißwurst-äquators nach Westfalen entkommen (über den Garten der hessischen Botschaft in München, sagt man), ist gegen die Performance am Flügelhorn ohne doppelten Boden der Schreibtischhengst von "Quintonic". Klar, Matthias spielt AUCH Trompete, und zwar ebenfalls SEHR GUT. Sonst dürfte er gar nicht mitspielen. Aber am Schreibtisch begeht er eben zahllose Untaten, die seine Kollegen dann musikalisch lustvoll ausbaden dürfen. Nämlich einen Großteil der Arrangements, die zwischen der Hege und Pflege zweier Kinder sowie der herkunftbezogen unvermeidlichen Leidenschaft zur Komposition volkstümlicher Blasmusik auf winzigen Zettelchen entstehen. Was eben das Haus so bietet, zwischen Einkaufszetteln und perforiert dreilagigem ..., naja.

Fast unglaublich, wie brillant das ist, was er und sein Vater Willi (immerhin einstiger Solotrompeter am Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks) dann auf eben dieses Papier bringen. Aber es packt tatsächlich den ganzen Bayreuther Orchestergraben, ein vollausstaffiertes Broadwaytheater und den Skurillitäten-Setzkasten aus Camille Saint-Saëns' Komponistenhirn in fünf kleine Notenzeilen. Unglaublich, aber "Quintonic".
Matthias Bauer, Trompete. Studierte an der Münchner Musikhochschule und war in dieser Zeit beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Bayerischen Staatsorchester als Aushilfe tätig, außerdem wiederholt Mitglied bei der Bühnenmusik der Bayreuther Festspiele. Seit 1988 stellvertretender 1. Solotrompeter in der Philharmonie Südwestfalen.

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